Reisebericht: Tunesien Malta Italien Spanien - Mittelmeer - Tunis Valetta Catania Neapel Palma - AIDA vita


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Aida-Kreuzfahrt Mittelmeer




Reisekategorie: Kreuzfahrt
Wo: Tunis Valetta Catania Neapel Palma Infos
Hotel: AIDA vita
Region: Mittelmeer Infos
Land: Tunesien Malta Italien Spanien Infos
Reisebeginn: Oktober 2007
Dauer: 1 Woche
Alter des Urlaubers: 25
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Gesamteindruck


Dies war unsere erste Kreuzfahrt. Ursprünglich dachten wir, so etwas wäre was für alte Leute, da wir diese Reise nun aber gewonnen hatten, durften wir uns davon überzeugen, das dem nicht so ist. Wir waren sehr positiv überrascht. Zum einen von der Gewaltigkeit des Schiffes, von dessen Einrichtung, dem Service, dem Essen und den Beschäftigungsmöglichkeiten an Bord. Zum anderen von den vielen Eindrücken, die man auf dem Schiff und während der vier Landgänge bekommen hat. Wir haben in einer einzigen Woche so dermaßen viel gesehen und erlebt, dass wir sicher eine ganze Weile brauchen werden um alles zu verarbeiten.
Für einen Erholungsurlaub ist eine Kreuzfahrt gänzlich ungeeignet, wenn man aber was erleben will, ist man hier goldrichtig. Wir werden uns das garantiert nochmal antun!

Trotzdem wir erst Ende Oktober losgeschwommen sind, war das Wetter größtenteils okay. Wir hatten konstant um die 20 °C, und der Himmel war heiter bis bedeckt. Man fand also gerade an den Seetagen noch Gelegenheiten, sich am Pool oder auf dem Sonnendeck etwas Farbe zu gönnen.


Reiseleitung

Wir hatten die Aidakreuzfahrt komplett gebucht, also mit Flug und Transfer zum Schiff. Das hat alles reibungslos geklappt. Wir mussten abgesehen vom Flughafen nirgendwo lange warten oder umherirren und wurden in bequemen Bussen umherkutschiert.
Über die Ausflüge an Land wurde im Vorhinein ausführlich und kompetent an Bord beraten. Ein Crewmitglied kam auch immer mit und versorgte einen neben den einheimischen Ausflugsleitern mit nützlichen Tipps und Informationen.


Mentalität

Die Crew an Bord war ausnahmslos freundlich und zuvorkommend. Die Kellner und Zimmermädchen waren überwiegend asiatischer Herkunft und hatten die ganze Zeit ein Lächeln im Gesicht.
Die Reiseleiter vor Ort waren sehr kompetent, hatten ein umfassendes Wissen und waren mindestens genauso freundlich.
Bis auf Tunesien waren auch die Einheimischen, die wir getroffen haben, alle sehr nett. In Tunis jedoch waren die Passanten eher abweisend, ein Junge hat uns im Vorbeifahren sogar den Stinkefinger gezeigt. Zwar kamen die Leute aus den Souks, den Basaren, lächelnd auf einen zu, hörten aber sofort auf zu lächeln, wenn man nichts von ihnen kaufen wollte.


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Unterkunft


Die AIDAvita ist ein relativ neues Schiff mit elf Decks und ca. 800 Kabinen. Wir hatten eine Außenkabine auf Deck 5 und waren sehr zufrieden. Die Kabine war zwar nicht sehr groß, aber das darf man auf einem Schiff wohl auch nicht erwarten. Das Zimmer war sehr warm und komfortabel eingerichtet, man hatte einen Fön, eine Wäscheleine, ein Telefon und TV. Das Doppelbett war äußerst bequem und im Korbstuhl und auf der weichen Couch am Fenster konnte man gut entspannen.

Im Bad waren eine Dusche, ein Vakuumklo, viel Stauraum und ein hübsches Waschbecken. Im Schrank im Flur war ein Safe und viel Platz für Klamotten. Über einen kleinen Regler an der Wand konnte man die Lautstärke des Bordradios regulieren, das durchweg gute Musik brachte. Im Fernseher liefen ein paar deutsche Sender, Aida-Infokanäle sowie rund um die Uhr mehrere Spielfilmkanäle.

Die Kabine und das ganze Schiff wurden jeden Tag gründlichst gereinigt.

Ein Highlight dieser Reise war das Essen. Frühstück, Brunch, Mittag, Kaffe und Abendessen waren inklusive, sodass man sich von 6 bis 21 Uhr den Bauch vollschlagen konnte. Die Auswahl änderte sich von Mahlzeit zu Mahlzeit und war so groß, dass man gar nicht alles kosten konnte, selbst wenn man sich nur winzige Portionen nahm. Alles war immer frisch und hat herrlich geschmeckt. Ich habe in der Woche ganze vier Kilo zugenommen!!!
Während der Speisezeiten gab es Softdrinks, Bier, Weiß- und Rotwein gratis und ohne Ende, sodass man abends in den Bars nicht mehr viel Geld für Alkohol ausgeben musste. Grins. Einzig das Nachfüllen der Karaffen am Tisch hat nicht immer reibungslos geklappt und manchmal etwas zu lange gedauert.

Für eine Woche hätte man etwa 1300 € ohne Nebenleistungen berappen müssen, die aber aufgrund der Wohn- und Speisequalität gut angelegt waren.


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Landschaft


Die Landschaften hätten unterschiedlicher kaum sein können. An den zwei Seetagen zum Anfang und zum Schluß haben wir nur Wasser gesehen.

In Tunesien sind wir in La Goulette, einem Tunis vorgelagerten Hafen, gelandet. Hier war die Vegation noch sehr mediterran, es gab viele Palmen und die Wüste war noch weit entfernt. Die Straßen waren großteils gut gepflegt, aber der Strand neben dem Hafen war eine Katastrophe: massenhaft Müll und Gestank. Erst weiter entfernt in der Hotelgegend machte der Strand einen einladenden Eindruck.

Auf Malta haben wir in Valetta angelegt. Beim Einfahren in den Hafen, der der größte Naturhafen der Welt ist, bot sich uns ein atemberaubender Anblick. Die ganze Stadt sah aus, wie aus einem Stein gehauen. Die Hafenmauern und Festungen schienen aus den Felsen zu wachsen. Alles war im sandigen gelb des maltesischen Kalksteins gehalten. Hinter Valetta lagen mehrere andere Städte, die alle miteinander verflochten waren und so ein riesiges Häusermehr bildeten.
Im Hinterland war die Landschaft sehr eben und trocken. Strände gab es in der näheren Umgabung kaum, aber Malta ist ja auch keine Badeinsel.

Die Route führte uns dann weiter nach Catania auf Sizilien. Die Stadt selber war ziemlich oll und dreckig, wir haben sie aber nur vom Bus aus gesehen. Unser eigentlich Ziel auf dieser Insel war dafür umso beeindruckender. Wir sind anderthalb Stunden gefahren, bis wir beim Ätna waren. Der Ätna ist kein einzelner Berg, sondern ein ganzes Gebirge, bestehend aus vier Hauptkratern in etwa 3200 m Höhe und etlichen hundert Nebenkratern. Überall konnte man alte Lavaströme sehen und auf ihnen herumspazieren. Die ganze Landschaft war schwarz und bergig. Oben bei den Hauptkratern lag fleckenweise Schnee, der den Berg wie eine gigantische Kuh aussehen ließ. Von ganz oben hatte man einen traumhaften Ausblick auf die Landschaft am Fuß des Ätnas und auf die vielen Krater, die rund herum verstreut waren.

Anschließend sind wir durch die Straße von Messina gefahren und sind gegen Mitternacht dicht am vom Mond beleuchteten Stromboli vorbeigekommen. Da dieser nun ungefähr alle 20 Minuten ausbricht, haben wir gespannt an der Reling gewartet. Nach einer halben Stunde konnten wir dann oben am Berg für 20 Sekunden das rote Leuchten sehen. Wir hatten uns das ganze etwas spektakulärer vorgestellt, um den Ausbruch richtig sehen zu können, haben wir uns aber wahrscheinlich auf der falschen Seite vom Berg befunden. Aber man kann ja nicht alles haben.

Morgens näherten wir uns dann Neapel, das im Hintergrund vom majestätisch anmutenden Vesuv überragt wurde. Das war ein echt beeindruckendes Bild. Auf der anderen Seite des Golfs von Neapel waren durch den Dunst des Meeres die Milchberge zu sehen. Teilweise konnte man auch die Insel Capri sehen, die vom Festland aus die Form eines Krokodils hatte.

Am zweiten und letzten Seetag fuhren wir dann an der felsigen Küste von Sardinien vorbei. An diesem Tag herrschte Windstärke 8 und die Wellen waren bis zu 7 m hoch. Das Schiff schaukelte trotz seiner Stabilisatoren so kräftig, dass viele Passagiere bleich auf dem Schiff herumgewandelt sind oder gar nicht erst aus ihren Kabinen kamen. Abends war es dann so schlimm, dass man zum Essen sehr schnell einen Sitzplatz fand und auf der Poolparty recht verlassen dastand. Unser Magen hat das ganze glücklicherweise unbeschadet mitgemacht.


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Kultur und Sehenswürdigkeiten


Von 9 bis 19 Uhr lag die Aida für gewöhnlich im Hafen und man konnte die Gegend auf eigene Faust erkunden oder Ausflüge buchen, die je nach Dauer zwischen 39 und 159 € pro Person kosteten. Da wir in allen Ländern noch nie waren, haben wir uns dann für die Ausflüge entschieden. Einen Tag vorher wurden die verschiedenen Angebote im Theater vorgestellt.

Tunesien

Hier haben wir eine Panormafahrt im Bus mitgemacht. Die Fahrt ging durch Karthago, das Künstlerdorf Sidi Bou Said und die Medina (Altstadt) von Tunis. Dieser Ausflug war etwas enttäuschend.
In Karthago, dessen Ausgrabungsstätten anders als im Pompeji weit verstreut liegen, sind wir an den römischen Thermen und den punischen Häfen nur vorbeigefahren und konnten Fotos aus dem Bus heraus machen.
An einem alten römischen Aqädukt, das 50 km lang war, konnten wir zum Fotografieren dann mal kurz aussteigen.
Sidi Bou Said war ein kleines Dorf, dessen Häuser komplett in weiß gehalten waren; nur die Türen und Fenster waren blau, um die bösen Geister und Moskitos fernzuhalten.
Einen längeren Stopp haben wir dann in der Medina von Tunis gemacht, wo es sich am wenigsten gelohnt hat. Wir waren mitten den Souks, den Bazaren, die in dreckigen überdachten orientalischen Einkaufspassagen untergebracht waren. Überall wurde man angequatscht, ob man irgendeinen Mist kaufen wolle. Auch wegen der Zeit konnte man nicht weit umherwandern und die wahre Altstadt erkunden, da wir Angst hatten uns zu verlaufen und uns in der Gegend auch nicht sehr wohl fühlten.

Als wir nach vier Stunden wieder am Schiff waren, sind wir nochmal auf eigene Faust durch La Goulette gezogen. Hier gab es zwar nicht viel zu sehen, aber man war abseits vom Tourismus. Überall hingen wegen des bevorstehenden Nationalfeiertags tunesische Flaggen an den Laternen und Gebäuden, und auf jeder größeren freien Fläche war das um Jahrzehnte verjüngerte Antlitz des tunesischen Präsidenten Bin Ali zu sehen. In den Straßencafés saßen Männer und tranken Kaffee oder rauchten ihre Wasserpfeifen. Trotz der Gleichberechtigung von Mann und Frau haben wir keine einzige Frau gesehen. Gegen Abend ertönte der Vorbeter aus dem Gebetsturm einer Moschee und hat minutenlang ein arabisches Gebet oder dern Aufruf zum Gebet zu kommen gepredigt, wir haben aber nix verstanden. Aber nur wenige standen auf und ließen sich davon in ihrer Ruhe stören.

Malta

Für Malta wollten wir ursprünglich eine Bootstour nach Comino, der kleinsten der drei maltesischen Inseln, buchen und in der „blauen Lagune" schwimmen gehen. Aufgrund zu geringer Teilnehmerzahl fiel dieser Ausflug jedoch ins Wasser. Wir haben dann eine vierstündige Tour durch Mosta, Mdina und Rabat gemacht.

In Mosta haben wir uns die Rotunda angesehen, eine alte Kathedrale mit dem viertgrößten freitragenden Kuppeldach Europas. Die Kirche war wir alle Kirchen im religiösen Malta sehr pompös und wunderschön. Durch die Kuppel soll im zweiten Weltkrieg eine deutsche Fliegerbombe gefallen sein, während dort 300 Leute zum Gebet versammelt waren. Die Bombe zündete jedoch nicht und rollte raus.

Mdina war früher die Hauptstadt von Malta gewesen und liegt von einer gwaltigen Stadtmauer umgeben auf einem Hügel, sodass sie schon von weitem sichtbar war. Architektonisch ist Mdina wunderschön, in einem einheitlichen Stil gehalten und aus dem typischen Kalkstein gebaut. Inmitten der engen Gassen fühlt man sich ins Mittelalter zurückversetzt.

In ihrer Nachbarstadt Rabat haben wir die St.-Pauls-Katakomben besichtigt. Nach römischem Recht mussten die Toten damals unterirdisch beerdigt werden, sodass man damals ein riesiges unterirdisches Labyrinth aus schmalen Gängen schuf, die von Wänden gesäumt waren, in denen sich die Gräber, wie Fächer in einer Schrankwand befanden.

Im Anschluss machten wir noch an den Dingli-Klippen einen Fotostopp, was aber nicht so spekakulär war.

Auch in Valetta zogen wir dann nochmal alleine los. Valetta ist Weltkulturerbe der Unesco und das nicht umsonst. Die ganze Stadt, besonders ihr gewaltiger Naturhafen, der der größe weltweit ist, ist ein einziges Kunstwerk. An der Küste ragen riesige Mauern und Festungen aus braungelbem Kalkstein empor. Von den Upper Barakka Gardens konnte man die ganze Stadt und den Haden wunderbar sehen und genießen. Das alte Fort war leider geschlossen, dafür haben wir uns aber das Kriegsmuseum angesehen, in dem viel Kriegsmaschinerie des im zweiten Weltkrieg sehr gebeutelten Malta ausgestellt war.

Sizilien

Die Hafenstadt Catania war wenig imposant, dafür umso mehr der Verkehr. Die Reiseleiterin erklärte uns, dass es hier kein Rechts-vor-Links oder ähnliches gibt. Vorfahrt hat der schnellere, pfiffigere und schlauere. An roten Fußgängerampeln wird nur gehalten, wenn ein Fußgänger in der Nähe ist und Unfallschäden werden grundsätzlich ohne Polizei geregelt. Die Busfahrt war also schon eine Attraktion für sich.

Beim 2000 m hohen Silvestrikrater stiegen wir dann auf eine Seilbahn um und dann in jeepähnliche Busse, die uns bis hoch zu einem der vier Hauptkrater in 3200 m Höhe fuhren, der 2002 entstanden sit. Hier oben herrschten Temperaturen um den Gefrierpunkt, eisiger Wind, und es hat sogar kurz geschneit. Die Mondlandschaft aus schwarzem Vulkangestein soweit das Auge reicht war grandios und imposant. Aus dem höchsten Krater stiegen massenhaft Schwefeldämpfe, aus dem Krater, den wir auf dessen Rand umwandern konnten, stieg in der Mitte heißer Dampf aus einem 20 m tiefen und 300 °C heißen Loch. Seine Hände konnte man selbst am Kraterrand noch in Bodennähe wärmen und die Kraft spüren, die ín diesen Bergen schlummert. Auf dem Rückweg haben wir zwei von Lava veschüttete Wohnhäuser direkt an der Straße gesehen.

An der Bergstation gab es dann Mittagessen in einem Restaurant, das wohl nur von solchen Touristengrippen lebt. Der Speisesaal war riesig, eng und glich eher einer Kantine. Das Essen war okay, Selbstverpflegung hätte aber auch nicht geschadet. Aber es war ja im Ausflugspreis enthalten, also ahaben wir gegessen. Grins. Zurück an Bord waren acht Stunden vergangen, wir hatten also keine Zeit mehr, uns Catania noch anzusehen, aber auch nicht mehr das Verlangen, nachdem wir durchgefahren sind.

Neapel

Hier führte uns unser Ausflug zunächst zu den Ausgrabungsstätten vom Pompeji, dass 79 n.Chr. durch einen Ausbruch des Vesuv verschüttet wurde und mittlerweile fast vollständig ausgegraben wurde. Aufgrund der wenigen uns zu Verfügung stehenden Zeit haben wir die kürzeste Route durch die Stadt gewählt. Die alten Pflaststeinstraßen waren von einem Amphitheater aus griechischer Zeit, Bäckereien, römischen Schnellimbissen und kleinen Verkaufsläden gesäumt, in denen man frei umherlaufen konnte. Im Schwimmbad und der Therme konnte man noch die Fresken und Wandmalereien begutachten. Im Bordell waren die Aktbilder über den Türen ausgezeichnet erhalten. Man konnte auch zwei Gipsabdrücke von Römern sehen, wie sie zum Todeszeitpunkt versuchten, sich mit ihrem Arm vor dem Ascheregen zu schützen. Man fühlte sich richtig in die damalige Zeit hineinversetzt. Es war ein unvergsesslichen Erlebnis, so hautnah in den Spuren der Vergangenheit zu wandeln.

Im Anschluss gab es wieder ein Mittagessen sind so einer Touristenkantine mit Nudeln und Wein, danach fuhr uns der Bus hoch zum Vesuv. Dieser Vulkan besteht aus nur zwei Hauptkratern und ist nicht ganz so aktiv wie der Ätna, war aber mal genauso hoch. Nach dem Ausbruch um die Zeitenwende verlor er jedoch die Hälfte an Höhe, die er auf die umliegende Gegend verteilte. Heute ist er nur noch knapp 1200 m hoch. Auch hier konnte man auf dem Kraterrand wandern. Der Krater hat einen Durchmesser von 1,5 km und ist 250 m tief. Von der Optik her ist das eher ein Bilderbuchvulkan, so wie man ihn sich vorstellt. Unvorstellbar welche Kraft es braucht, um solche Gesteinsmassen in die Luft zu schleudern...


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Freizeit und Unterhaltung


Langweilig konnte einem auf der Aida eigentlich nicht werden. Für die Jüngeren gab es tagsüber Animation und Unterhaltung, für die Großen rund um die Uhr. Man konnte es sich im Fitness- und Wellnessbereich gutgehen lassen, wobei hier vieles jedoch kostenpflichtig war. Auf dem obersten Deck gab es sogar einen Joggingparcour, der jedoch nur genutzt werden konnte, wenn nicht allzuviele Gäste an der Reling standen. Sonst konnte man Tischtennis, Shuffleboard, Volleyball und Bingo spielen und Tanzen lernen - wir haben es mal mit dem Merengue-Anfängerkurs versucht und müssen sagen, dass man in der dreiviertel Stunde doch sehr viel mitnehmen konnte.

Jeden Abend mit Ausnahme des letzten, an dem zu starker Seegang herrschte, fand im zweistöckigen Theater eine Aufführung des bordeigenen Showensembles statt. Die Künstler waren ausgezeichnet und die Bühnen-, Licht- und Lasertechnik machte aus jeder Vorführung ein unvergessliches Erlebnis.

Auch an den verschiedenen Bars fand man jeden Abend etwas nach seinem Gusto. Die Nightflybar auf Deck 8 war mit Jazzmusik nicht so ganz was für uns, auf den Poolparties und in der Aidabar war die Musik aber immer was für uns und sehr abwechslungsreich. Mal gab es Siebziger, dann auch mal Disco und Elektro oder eine „Almparty" mit Après-Aki und Ballermannhits, wo insbesondere die Älteren gut mitträllern konnten, die sich ein paar Tage vorher noch ein bisl am Ballermann aufgehalten haben.
Einziges Manko an den Parties waren die Cocktails, die bei einem Preis von 6,50 € ihre Wirkung verfehlten. Man merkte nach 3 kleinen Bieren deutlich mehr als nach 4 Cocktails - und das will schon was heißen ;-)


Castor am 05.11.2007

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